
CE-Zertifizierung: Das ist viel mehr als nur ein Aufkleber
Es ist zwar einfach, eine UV-Lampe zu bauen, die die richtige Intensität abgibt und damit das Harz in wenigen Sekunden aushärten kann. Doch wenn man diese Lampe in eine automatisierte Fertigungslinie in Deutschland oder Frankreich einbauen will, dann ist die Hardware nur die halbe Miete.
Daher kommt die CE-Zertifizierung ins Spiel. Es handelt sich dabei nicht um irgendein Papierstück, das nur zur Abstimmung herangezogen wird. Vielmehr ist es der Beweis dafür, dass die Geräte nicht explodieren, keinen Stromleck verursachen oder die anderen Maschinen stören.
Warum das auf der Produktionsfläche wichtig ist
In der Industriellen Automatisierung herrscht ein lautes und energieintensives Umfeld. Es geht dabei um Hochspannungsquellen sowie intensive UV-Strahlung. Wenn man die Zertifizierung überspringt, hat man nicht nur Probleme bei der Zollabfertigung – man riskiert auch, dass die Lampe Störungen verursacht, die wiederum die Steuerungen oder Sensoren beeinträchtigen. Das ist sicherlich keine gute Lösung. Hinzu kommt noch der menschliche Faktor: Man möchte schließlich sicherstellen, dass kein Stromleck entsteht und dass der Bediener unbeschadet neben der Lampe stehen kann.
Bei der Entwicklung dieser Systeme legen wir großen Wert auf die Richtlinien bezüglich Niederspannung und Maschinen. Wir möchten sicherstellen, dass die Schaltungen auch in einem lauten und chaotischen Produktionsumfeld weiterhin funktionieren – ohne dass Sicherungen durchbrennen oder Brände ausbrechen.
Der Kompromiss: Geschwindigkeit gegen Sicherheit
Ehrlich gesagt: Die Zertifizierung ist eine Herausforderung. Sie dauert Zeit und kostet Geld. Dadurch können wir keine Änderungen an den Schaltkreisen spontan vornehmen. Jede Veränderung am PCB oder an der Abschirmung erfordert eine gründliche Überprüfung aller Komponenten. Das verlangsamt natürlich die Prototypenentwicklung.
Für den Käufer der Lampe hingegen ist das ein Traum: Er erhält ein Gerät, das er einfach anschließen kann – ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass es zu Sicherheitsproblemen führt.
Wie man in den Markt kommt
Hochwertige OEM-Hersteller werden sich niemals mit ungezertifizierten Geräten beschäftigen. Sie riskieren schließlich nicht die Zertifizierung ihres gesamten Systems nur wegen eines einzigen Komponenten – unserer Lampe.
Man kann die CE-Kennzeichnung als „Reisepass“ betrachten. Sie zeigt dem Ingenieur auf der anderen Seite, dass das Gerät den geltenden Normen entspricht. Dadurch entfällt die Verantwortung für den Integrator, und er kann endlich mit der Arbeit beginnen.