
Die richtigen UV-Lampen für den Massendruck auswählen
Wir haben Zeit damit verbracht, 3.000 verschiedene Druckwerkstätten zu besuchen. Wir wollten herausfinden, an welchen Stellen diese UV-Härtungssysteme in der Praxis versagen.
Was wir feststellten, war interessant: Meist liegt das Problem nicht an der Glühbirne selbst. Das eigentliche Problem ist vielmehr ein Mismatch – die Lampe kann einfach nicht mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine mithalten. Ab dem Jahr 2026 wird die Industrie von „Einheitslösungen“ abrücken. Stattdessen wird es darum gehen, Lampen so zu konzipieren, dass sie genau für die jeweilige Aufgabe geeignet sind.
Das Problem der Hitze
Um Tinte bei hoher Geschwindigkeit sofort zu härten, benötigt man viel Energie. Doch hier liegt das Problem: Wenn man die Leistung erhöht, steigt auch die Hitze. Wenn man kein effektives Kühlsystem hat, wird es Probleme geben. Das Substrat könnte sich verformen – oder schlimmer noch: Die Tinte könnte verbrennen. Man braucht daher ein Kühlsystem, das die Hitze schnell abführt. Dadurch bleibt die Lampe stabil und die Drucke sauber.
Die richtige Wellenlänge für die Tinte
Nicht alle UV-Lampen sind gleich. Ihre Tinte enthält spezielle Photoinitiatoren – daher benötigt man eine bestimmte Wellenlänge, damit die Tinte richtig gehärtet werden kann.
Wir arbeiten sowohl mit Kurzwellen- als auch mit Langwellenlampen. Quecksilberdampflampen sind weiterhin die zuverlässige Wahl für eine tiefe Härtung. LED-UV-Lampen eignen sich hingegen gut zur Oberflächenhärtung, da sie wenig Platz beanspruchen.
Es handelt sich dabei um ein Kompromiss: LEDs sparen Energie und halten länger – doch sie können keine dicken Schichten wie Medium-Drucklampen durchdringen.
Die Lampen so gestalten, dass sie im Betrieb funktionieren
Wir konzipieren diese Lampen so, dass sie direkt als Ersatz eingebaut werden können. Niemand möchte einen Wochenende damit verbringen, seine Maschine wieder aufzubauen, nur um eine Lampe auszutauschen. Die Anschlüsse und Halterungen müssen perfekt passen.
Wir verwenden verstärktes Quarzglas – schließlich vibrieren leistungsstarke Druckmaschinen stark. Normales Glas würde in solchen Fällen zerbrechen.
Noch ein Tipp bezüglich der Verkabelung: Stellen Sie sicher, dass der Ballast perfekt zur Impedanz der Lampe passt. Wenn das nicht der Fall ist, brennt die Lampe viel zu früh aus. Wenn die Elektronik richtig eingestellt ist, kann die Lebensdauer der Lampe um etwa 20 % verlängert werden. Das bedeutet weniger Austausche und weniger Stillstandzeiten.