
Bei Druckmaschinen wird die Stillstandzeit anhand der verschwendeten Papierbögen sowie der nicht fertiggestellten Produktionseinheiten gemessen. Wenn eine UV-Lampe mit sofortigem Start keine stabile Leistung liefern kann, kommt die Produktionslinie zum Stillstand. Während die Lampe sich aufheizt, bleibt die Tinte feucht – und die Anzahl der unverarbeiteten Papierbögen nimmt weiter zu. In den meisten Fällen liegt die Ursache im Quarzkern der Lampe.
Was wirklich wichtig ist
Wir verwenden 99,99 % reinen synthetischen Quarz – schließlich zerstören Verunreinigungen die UV-Energie und wandeln sie in Wärme um. Dadurch ändert sich das Spektrum der abgegebenen Strahlung, und die maximale Strahlungsintensität sinkt. Bei einer UV-Lampe mit sofortigem Start führt diese zusätzliche Wärme außerdem zu einem erhöhten Innendruck, was wiederum den Glühstrang belastet und die Elektroden beschädigt. Hochreiner Quarz sorgt dafür, dass das UV-Spektrum konstant bleibt – somit bleibt das für die Photoinitiatoren der Tinte erforderliche Niveau von 365 nm/385 nm/405 nm erhalten. Das Ergebnis ist eine reproduzierbare Energiedichte pro Quadratzentimeter, ohne dass man auf die Erreichung des thermischen Gleichgewichts warten muss.
In der UV-Offset-, Flexo-, Siebdruck- und Tiefdrucktechnik ist die vollständige Aushärtung der Tinte nicht nur wünschenswert – sie ist vielmehr die Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Produktionsablauf. Eine UV-Lampe mit sofortigem Start und 99,99 % reinem Quarz erreicht sofort die gewünschte Strahlungsintensität – dadurch können Zeitvorgaben und Geschwindigkeiten exakt eingehalten werden, ohne dass der Trockenapparat überlastet wird. Dadurch bleibt die Qualität der gedruckten Bilder besser, es kommt weniger zu Fehlermeldungen, und die Verklebung der Farben wird verringert – schließlich beginnt die Vernetzung der Tinte bereits zur richtigen Zeit, und nicht erst nach einer Wartezeit. Zudem wird der Energieverbrauch reduziert, da die Lampe weniger Zeit im Leerlauf verbringt. Die Varianzen zwischen den Lampen werden ebenfalls verringert – was besonders wichtig ist, wenn mehrere Druckmaschinen betrieben werden und im Laufe eines Schichtwechsels immer wieder dieselbe Aushärtungsqualität erzielt werden muss.
Wichtig bei der Auswahl der Lampe
Man muss Länge des Glühstrangs, Geometrie des Reflektors sowie die Beschichtung der Lampe an das Modell der Druckmaschine sowie an die Eigenschaften der Tinte anpassen. Zudem sind kompatible Ballastgeräte sowie saubere, feste Anschlüsse erforderlich – andernfalls kommt es zu Instabilitäten bei der Zündung der Lampe und zu einem vorzeitigem Versagen der Lampe. Hochreiner Quarz ermöglicht zwar einen betrieb ohne Ozon – doch man darf dabei nicht nachlässig sein: Die Sauberkeit des Reflektors ist weiterhin entscheidend. Staub und Tintennebel auf dem Reflektor senken die effektive Strahlungsintensität schneller, als es in den technischen Datenblättern angegeben wird.